Tag 13, 14, 15 - Das Baltikum

Nach einer sehr gelungenen Party, die mehr oder weniger ohne besondere Vorkommnisse (...abgesehen von der durch Uli kreierten Freizeitgestaltung "Tent-Diving") auskam, machten wir uns am morgen auf den Weg zu den restlichen Etappen.

In der wirklich sehenswerten Stadt Talinn nahmen wir ein ausgiebiges Frühstück zu uns um dann auf den Weg nach Litauen zu machen. Sehenswertes Ausflugsziel dort: "Hill of Crosses" - um den Berg der Kreuzes ranken sich viele Legenden. Fakt ist, dass der erste Berg der Kreuze nach den blutigen Aufständen gegen das Zarenregime (1830/1831 und 1863/1864) entstand. Zu dieser Zeit haben die Bewohner der Umgebung begonnen, auf dem Hügel Kreuze für die getöteten Angehörigen aufzustellen.

Gleichwohl der Hill of Crosses mehrmals durch das kommunistische Regime zerstört wurde, blieb die endgültige Zerstörung erfolglos und der Berg wurde zum Zeichen des Wiederstandes. 1990 soll es bereits 40.000 Kreuze auf dem Berg gegeben haben, heute sind es vermutlich mehr als 300.000.

Anschließend machten wir uns auf den Weg  über die kurische Nehrung, um erneut nach Russland einzureisen. Allerdings bestätigen sich bei der zweiten Einreise alle Vorurteile der russischen Grenzkontrollen und von der an der finnisch-russischen Grenze erfahrenen Freundlichkeit war nichts mehr zu spüren...

Nach mehreren Stunden Wartezeit, die WhatsApp-Gruppe meldete zwischenzeitlich ähnlich lange Wartezeiten bei der Ausreise, war uns die Lust auf Kaliningrad gründlich vergangen und es griff mal wieder Plan-B...

Gleichwohl unser "Teufelsfahrer Nils" dank seines unnachahmlichen Einsatzes die Grenzkontrollen in nur 45 Minuten absolvierte, reichte es anschließend nicht mehr, halbwegs zeitig in Danzig zu sein um dort ein Nachtlager aufzuschlagen.

So passierten wir gegen 03:30 Uhr Danzig und entschieden uns, gleich bis zum letzten Etappenziel Kolberg durchzufahren - wir hätten uns vielleicht "Team Langstrecke" nennen sollen... Aus Gründen, die hier nicht näher genannt werden sollen, konnte die Übernachtung am Strand nicht wie geplant stattfinden - wir nahmen also Kurs auf einen offiziellen Campingplatz...

Am Samstagmorgen gegen 08:00 Uhr buchten wir uns auf dem Campingplatz ein und verbrachten einen herrlich entspannten letzten Urlaubstag. Allerdings war es gegen 16:00 Uhr mit der Ruhe vorbei... Nach und nach trafen rund 50 weitere Teams ein und so kam es dann doch noch zu einer dritten (wenn auch inoffiziellen) Rallyeparty.

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